Schadet VW der Automobilbranche mit dem Abgasskandal? 

Abgasskandal - Schadet VW der Automobilbranche?
Bildernachweis: www.dchaot.de

Welche Folgen hat der VW-Skandal auf die deutsche Wirtschaft und speziell auf die deutschen Automobilbauer?

Die Meinungen hierzu teilen sich. Dennoch scheint eines festzustehen: Es gibt wesentlich mehr Betroffene als nur den VW-Konzern und seine Beschäftigten.

Scott MacLennan, Analyst bei European & UK-Equities:

Kurz nach Bekanntwerden des Skandals sackte die Automobilbranche weltweit ein. Sämtliche Aktien von Automobilbauern verzeichneten mehr oder weniger starke Kursrückgänge, die DAX-Konzerne BMW und Daimler gerieten auf jeden Fall deutlich unter Druck. Ende Oktober 2015 haben sie sich aber ebenso deutlich wieder erholt, während die VW-Aktie weiterhin auf niedrigem Niveau vor sich hin dümpelt. Der Analyst Scott MacLennan konstatierte kurz nach den ersten Wogen des Skandals verstärkte Sorgen der Anleger in drei Richtungen:

  • Nummer 1: Der Skandal könnte auf den gesamten europäischen Markt übergreifen.
  • Nummer 2: Dieselautos könnten zum Auslaufmodell werden.
  • Nummer 3: Der Fahrzeugabsatz könnte ganz allgemein sinken. Die Begleitfolge wäre eine schrumpfende Wirtschaft. 

Die Sorge Nummer 2 wird von einigen Analysten und Journalisten geteilt. Aus den USA waren Statements bezüglich eines „Todesurteils“ für den Dieselmotor zu vernehmen, der dort aber nur einen Marktanteil von einem Prozent hat. Außerhalb der USA ist das anders, Dieselfahrzeuge sind wichtig, die Zulieferer für diese Produktion sind gerade in Europa wichtige Arbeitgeber. Die Abgasvorschriften dürften europaweit sehr schnell so stark verschärft werden, dass Dieselfahrzeuge unrentabel werden. Erste Schritte gab es in Deutschland schon um den 25. Oktober 2015: Die Abgastests für Dieselfahrzeuge werden künftig auch auf der Straße durchgeführt.

Die Huffington Post schreibt sinngemäß zum Abgasskandal bei VW:

Die manipulierten Abgastests haben die Autobranche aufgeschreckt. Die Konsequenzen treffen zunächst den VW-Konzern in Form von Strafzahlungen und teuren Rückrufaktionen, durch einen Einbruch beim Aktienkurs und durch sinkende Verkaufszahlen, die zum ersten Quartalsverlust seit über zwei Jahrzehnten führten. Doch auch für die deutsche Wirtschaft und ihre Automobilindustrie wird die Krise nicht folgenlos bleiben. Bei VW und den Zulieferbetrieben werden zahllose Beschäftigte ihren Job verlieren. Das befürchtet das DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung). DIW-Präsident Marcel Fratzscher erklärte dazu, der Imageschaden dürfte den VW-Konzern global und nachhaltig beschädigen. Dieses Problem sei weitaus größer als die milliardenschweren Strafzahlungen. In den USA habe VW vermutlich ausgespielt. Der renommierte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete gegenüber der "Passauer Neuen Presse" die Situation als “katastrophal” und praktisch nicht behebbar. DIW-Präsident Fratzscher zeigt noch schlimmere Szenarien auf: Nicht nur deutsche Autos, sondern deutsche Produkte insgesamt könnten mittel- und langfristig ihren erstklassigen Ruf einbüßen, der die Deutschen bislang zu Exportweltmeistern macht. Diesen Ruf hat sich die hiesige Wirtschaft über mehr als ein halbes Jahrhundert aufgebaut. VW war eines der Aushängeschilder für “Made in Germany”, nun steht der Konzern als Betrüger da. Schlimmer geht’s nimmer.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu den Auswirkungen

Sigmar Gabriel (SPD) hält die Auswirkungen auf die deutschen Autobauer für unausweichlich. Er sorgte sich sehr deutlich um den Ruf der einheimischen Automobilindustrie, den von Volkswagen hält er für fast vernichtet. Die beiden Autobauer Daimler und BMW teilten nach dem 20. Oktober 2015 mit, ihr Absatz insgesamt verharre auf halbwegs stabilem Niveau, allerdings ließen sich in den USA kaum noch Diesel-Fahrzeuge verkaufen. Die Verantwortlichen der beiden DAX-Unternehmen sind not amused und bezeichnen inzwischen VW als "schwarzes Schaf”, was in der vom Geldadel dominierten Autoindustrie als sehr grobes Schimpfwort gelten darf. Auch der Abgang des ehemaligen VW-Chefs Martin Winterkorn gilt nur als Bauernopfer, hinter vorgehaltener Hand wird er als reiner Sündenbock gehandelt. Internationale Ökonomen warnen vor einer Krise für die deutsche Wirtschaft als Ganzes. Sie weisen dem VW-Skandal eine „systemische Krisenqualität“ zu. Der deutsche Ökonom Michael Hüther fasst die Schwerpunkte so zusammen:

  • Alle Zulieferer-Netzwerke sind betroffen.
  • Die deutsche Autobranche wird in Sippenhaft genommen.
  • Kollateralschäden erstrecken sich über die gesamte Branche: Auch bei Daimler- und BMW-Zulieferern oder Universalzulieferern wie Bosch dürfte es demnächst Produktionsrückgänge und Entlassungen geben.
  • Der Wertverlust an der Börse - zumindest derjenige der mehr als halbierten VW-Aktie - wird sich nicht mehr aufholen lassen. 
  • “Made in Germany” wurde als Marke irreversibel beschädigt (“teilentwertet”).

Fazit zu den Auswirkungen des VW-Skandals

Der Autoabsatz von deutschen Herstellern dürfte in den USA langfristigen, nachhaltigen Schaden nehmen. In anderen Staaten könnte der Schaden etwas geringer ausfallen, doch er wird spürbar sein. Andere Produzenten - etwa die japanischen und US-amerikanischen Autobauer - werden die Lücke nur zu gern füllen. Das wird der deutschen Konjunktur einen deutlichen Dämpfer verpassen. So sieht es beispielsweise auch Stefan Bielmeier als Chefvolkswirt der DZ-Bank. Wenn deutsche Fahrzeuge in den USA einen Verkaufsrückgang von 20 % erleiden sollten, wirkt sich das mit 0,2 % auf die deutsche Konjunktur aus. Die deutschen Exporteure aller Branchen stehen leider „in der Sippenhaftung“, so der Ökonom Bielmeter.

 

 

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